In erster Linie kann man mit diesen Kosten Unternehmen besser miteinander vergleichen. Durch die kalkulatorischen Kosten, wird außerdem die Korrektheit der Kosten- und Leistungsrechnung verbessert.

Die kalkulatorischen Kosten werden in folgende Kosten gegliedert:

Anderskosten

Kalkulatorische Abschreibungen:
Im Gegensatz zu den bilanziellen Abschreibungen, erfassen sie die tatsächliche Wertminderung. Da die Kosten- und Leistungsrechung unter Anderem für die Preiskalkulation verwendet wird, ist hier die tatsächliche Wertminderung wichtig. Sie unterliegen keinen handels- und steuerrechtlichen Vorschriften.

Kalkulatorische Zinsen:
Neben den Zinsen für das Fremdkapital, muss auch das Eigenkapital verzinst werden und die Zinsen dafür werden im Preis einkalkuliert.

Kalkulatorische Wagnisse:
In der Kosten- und Leistungsrechnung müssen betriebsbedingte Wagnisse erfasst werden. Dadurch dass kalkulatorische Wagnisse einkalkuliert werden, werden Zufallseinflüsse verhindert.

Zusatzkosten

Zusatzkosten entstehen, wenn ein Aufwandsposten nicht vorhanden ist.

Kalkulatorischer Unternehmerlohn:
Nicht bei allen Unternehmensformen, erhalten Geschäftsführer Gehälter, sondern werden durch den Gewinn entlohnt. Um Unternehmen besser Vergleichbar zu machen, wird der kalkulatorische Unternehmerlohn erfasst. Zusätzlich steigt die Genauigkeit der Kosten- und Leistungsrechnung.

Kalkulatorische Miete:
Wenn eigene Räumlichkeiten zu verfügung stehen sollten, und diese für betriebliche Zwecke verwendet werden, zahlt der Unternehmer keine Miete. Deswegen muss die kalkulatorische Miete kalkuliert werden, um die Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen herzustellen.