Jedes Produkt verursacht Kosten. Um diese Kosten zu decken werden Preise ermittelt, die die Kosten mindestens decken.

Es gibt 3 Arten von Preisuntergrenzen.

Kurzfristige Preisuntergrenze

Hier befinden wir uns in der Teilkostenrechnung, da nur Kosten berücksichtigt werden, die direkt dem Produkt zuzuordnen sind. Die kurzfristige Preisuntergrenze sind immer die variablen Stückkosten (kv). Die Fixkosten müssen kurzfristig von anderen Produkten getragen werden.

Langfristige Preisuntergrenze

Bei der langfristigen Preisuntergrenze werden die Fixkosten mit einbezogen. Aus diesem Grund liegen wir hier in der Vollkostenrechnung. Der Preis liegt hier deutlich höher als bei der kurzfristigen Preisuntergrenze.

Wichtig ist, dass man beachten muss, dass die Preisuntergrenzen keine Gewinne erzielen können, da die Kosten gerade eben gedeckt werden.

Liquiditätsorientierte Preisuntergrenze

Hierbei legt das Unternehmen Wert auf die ständige Zahlungsbereitschaft. Neben den Kosten für die Produkte sind also auch die Ausgaben an z.B. Lieferer oder Kreditinstituten gedeckt. In dieser Preisuntergrenze werden Fixkosten beachtet, die dauerhaft zu Ausgaben führen und sind deshalb in die Preise ein zu kalkulieren.