Ist der Markt vollkommen, so ist keine Preispolitik möglich, weil die Abnehmer das Gut als dasselbe ansehen wie die Produkte der Konkurenz.

Doch bei einem unvollkommenen Markt ist eine Preispolitik durchaus von Nöten.
Hierbei wird noch unterschieden, wie viele Anbieter auf dem Markt sind.

Monopolistischer Markt

In dieser Marktform befindet sich lediglich nur ein Anbieter. Aus diesem Grund kann dieser Anbieter die Preise so gestaltem wie er möchte, da die Kunden nicht auf die Produkte der Konkurrenz zurückgreifen können.

Beispiel: Deutsche Bahn

Oligopolistischer Markt

Dieser Markt weist nur wenige Anbieter auf. Deswegen müssen die Anbieter bei ihrer Preisgestaltung beachten, dass die Kunden bei zu hohen Preisen nicht abspringen. Senkt ein Anbieter die Preise, so folgen ihm meistens auch die anderen Anbieter. Bei Preiserhöhungen der Konkurrenz  sollte ein Anbieter nach Möglichkeit den Preis konstant halten oder nicht um so viel erhöhen wie die Konkurrenz.

Beispiel: Der Strommarkt (E-ON, RWE, Vattenfall, EnBW)

Polypolistischer Markt

Hier sind sehr viele Anbieter zu finden. Bei polypolistischen Märkten können Anbieter nur sehr wenig an der Preisschraube drehen, da das Angebot auf dem Markt sehr hoch ist und die Kunden so auf die Produkte der Konkurrenz zurückgreifen könnten. Bei drastischen Preissenkungen gewinnt der Anbieter schnell neue Kunden.

Beispiel: Brot (In Supermärkten gibt es z.B. eine Vielzahl an verschiedenen Brotherstellern.)